Pflegestellentagebuch Emily (Emmy)

Hallöchen, Moin Moin und Glück auf! wünscht euch die liebe Emily
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Emily oder von uns liebevoll Emmy genannt ist 6 Jahre alt und eine Mops-Frenchie Mix Hündin.
Sie ist nun seit Samstag den 02.10.21 bei uns und macht sich bis jetzt wirklich prima.
Emmy ist eine ruhige und gelassene Hündin, die man quasi nicht bemerkt. Kein Miff und kein Maff, weder zuhause noch draussen.
Sie hat sich extrem schnell an mich als Bezugsperson gebunden und folgt mir auf Schritt und Tritt. Mache ich hinter mir die Türe zu, wartet Emmy ohne einen Ton bis ich wieder raus komme.

Mit den beiden anderen Hündinnen im Haushalt ( eine kastriert und eine intakt) kommt sie ohne Probleme klar. Ich würde sagen es besteht vielmehr nicht besonders viel Interesse auf beiden Seiten. Auch spielen wollte sie bis jetzt noch nicht.Daher könnte ich mir vorstellen das Emmy auch als Einzelhund prima klarkommen würde. Junge agile Rüden so wie meinen, der gerne seine Nase überall hinsteckt, findet sie dagegen nicht so klasse. Die Herren der Schöpfung bekommen dann auch gerne mal verbal und lautstark eine übergebraten.
Da zuckt man richtig zusammen so still und unscheinbar die Maus ansonsten ist.

Wie es im allgemeinen mit Rüden aussieht können wir aber besser beurteilen sobald sie nicht mehr läufig ist.
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Der Grundgehorsam bei Emmy ist definitiv vorhanden und sie reagiert auf klare Ansagen.
Bully typisch braucht sie diese aber auch.
Insofern im Haushalt eine klare Linie gefahren wird und Regeln auch durchgesetzt werde, fügt sie sich sehr gut in ihre Rolle.

Ansonsten ist sie wohl der kuschel und liebesbedürftigste Hund den ich kenne.
Am liebsten immer gekrault und geschmust werden. Am besten natürlich mit auf dem Sofa ❤. Im Bett schläft sie bei uns nicht, hat aber ein Körbchen direkt an meiner Kopfseite. Das hat sie gut angenommen und schläft auch durch.
Mopsliebhabern erzähle ich nichts neues, aber ich erwähne es zur Vorsicht trotzdem mal" "Es schnarcht!" und zwar zwischendurch auch mal wie ein riesiger Seebär🤭.
Allerdings konnten wir bis jetzt auch bei längeren Spaziergängen keine Einschränkung der Atmung o.ä. feststellen. Bei höheren Temperaturen können wir das zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen.

Demnächst wird dann aber noch der Erstcheck beim Tierarzt folgen und dann wissen wir mehr zu ihrem Gesundheitstand.

Wir sind gespannt wie sie sich entwickelt und berichten hier regelmäßig über unser Zusammenleben.

Pflegestellentagebuch Teil II

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Heute fand der erste Gesundheitscheck bei unserem Haustierarzt statt.
Emily ist in einem guten Allgemeinzustand und die Grunduntersuchung war entsprechend ohne Befund. Der Bewegumgsapparat zeigt keine Auffälligkeiten und auch ihre Zähne sind komplett in Ordnung.
Allerdings leidet Emily vermutlich an einer Futtermittelunverträglichkeit. Entsprechend leidet sie an einer Ohrenentzündung sowie einer wunden Nasenfalte.
Der Tierarzt geht davon aus das Emily auf ihr altes Futter allergisch reagiert hat, da es sich unter Gabe unseres Futters ( getreide- und konservierungsstofffrei) offenbar schon gebessert hat. Da aber erst nach ca. 2 bis 3 Monaten richtig bewertet werden kann ob sie mit dem aktuellen Futter beschwerdefrei bleibt,
soll auf eine erneute Futterumstellung vorerst verzichtet werden. Auf Leckerlis soll auch aktuell möglichst verzichtet werden um keine unnötigen allergischen Reaktionen hervorzurufen.

Die Symptome der Futtermittelunverträglichkeit sind starker Juckreiz, stark verschmutzte Ohren und knabbern an den Pfoten. Es ist auch Rassetypisch sehr wichtig die Ohren und die Nasemfalten regelmäßig zu reinigen und trocken zu halten um Entzündungen und Infektionen zu vermeiden.

Wer Emily adoptiert sollte sich im klaren sein, dass die regelmäßig Pflege in den täglichen Tagesablauf integriert werden muss.
Da Emily sich dies alles ohne Probleme gefallen lässt und gut mit macht, sollte dies aber ganz einfach von der Hand gehen.

Was uns noch auffiel war das Emily oft mit dem Hintern über den Boden gerutscht ist. Da wir einen Wurmbefall ausschließen konnten, tippte ich auf die Analdrüsen.
Der Tierarzt bestätigte diesen Verdacht und hat diese entleert.

Dies muss weiter beobachtet werden und im Zweifelsfall müsste das Entleeren der Analdrüsen bei Bedarf manuell erfolgen.
Dies ist aber kein großes medizinisches Problem, das haben manche Hunde einfach.
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Ansonsten fühlt sich Emily bei uns pudelwohl.
Sie hat mich die letzte Woche mit ins Büro begleitet und hat sich dort vorbildlich und unauffällig verhalten. Auf Deutsch gesagt sie hat gepennt...den ganzen Tag.
Autofahren ist für Sie auch kein Problem.
Ob in einer Box oder im Kofferraum, ging beides gleichermaßen gut.

Wir haben allerdings festgestellt, daß Emily gerne eine Einzelprinzessin sein möchte.
Sie akzeptiert andere Hunde in ihrer Nähe ( egal ob Rüde oder Hündin) möchte aber gerne im Mittelpunkt stehen und benötigt viel Liebe und Körperkontakt. Distanzierte Menschen die ihren Hund nur kurz auf die Seite klopfen sind für die sensible Emily nichts. Sie möchte geschmust werden und mag auch mal Küsschen geben.
Auf dem Sofa liegen, ganz nah an ihren Menschen, ist ebenfalls ein muss.
Ins Bett würde sie gerne, kommt aber gut in ihrem Körbchen klar auch ohne zu jammern. Dies sollte aber unbedingt im Schlafzimmer stehen, sonst wäre sie einsam.

Die Verträglichkeit mit Katzen haben wir ausprobiert. Ich würde es vermutlich tatsächlich vom Charakter der Katze abhängig machen. Emily reagiert interessiert und neugierig und geht auch mal hinterher. Eine Tendenz zum jagen konnte ich nicht feststellen. Wenn die Katzen aber zur Panik neigen und Emily direkt verprügeln, würde ich aber nicht darauf bauen das keine Gegenreaktion kommt.

Emily ist genügsam und lieb aber sie lässt sich auch von anderen Hunden nicht die Butter vom Brot nehmen. Wer stänkert bekommt eine auf den Deckel. Daher auch eine Vermittlung als Einzelhund, da ich darin ein Konfliktpotenzial sehe.Insofern der Hundehalter nicht geübt im Lesen der hündischen Körpersprache ist, kann das auch nach hinten los gehen. Besonders wenn der Zweithund da nicht so entspannt mit umgeht wie meine drei Kollegen.

Ansonsten sehen Hundebegegnungen, auch an der Leine, recht entspannt aus.
Ich würde sie aber nicht auf irgendwelche Hundewiesen schleifen, weil man denkt der Hund braucht zwingend ganz viel Sozialkontakt.
Lieber in geschütztem Rahmen mit bekannten Hunden. Weniger ist hier mehr.
Sie zeigt bei uns kein Interesse daran mit anderen Hunden zu toben. Ob dies allgemeinverbindlich ist oder situationsbedingt wird sich mit der Zeit zeigen .
Letztendlich muss man sich als neuer Mensch von Emily auf sie einlassen und verschiedenes anbieten. Wichtig ist nur die Bedürfnisse respektieren zu können.
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Letztes Wochenende hat Emily ihre Traumfamilie kennengelernt.Dort darf sie künftig auch mit Frauchen und Herrchen ins Büro und hat in einer schönen großen Wohnung einen tollen Sofaplatz. Ihre neue Familie erwartet sie schon ganz aufgeregt und hat schon alles für Emily vorbereitet ❤🥰 Morgen geht es dann nochmal zum Impfen und zum Ohrencheck und dann darf sie am Wochenende auch schon umziehen.
Wir freuen uns sehr für die kleine Maus.

Emilys neues Bettchen samt Kuschelfreund wartet schon auf sie 😍

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